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Athleten und Freizeitsportler: Für jeden das komplette Paket

Athleten und Freizeitsportler: Für jeden das komplette Paket

 Endspurt, Lampenfieber und dann war es geschafft: Die SPOORTH-Filiale in der Leipziger Eisenbahnstraße hatte Ende Oktober 2017 Premiere. Geschäftsführer HANS GRUNER (47) und Filialleiter JAN ERDMENGER (40) konnten zur Eröffnung auch viel Sportprominenz begrüßen.

Zu den Gästen zählten Nachwuchskoordinator Thomas Bellman vom Leichtathletik-Zentrum Leipzig (LAZ) und Ex-Fußballprofi Ingo Hertzsch von RBL. Auch Kugelstoß-Weltmeister David Storl ließ Eröffnungsgrüße übermitteln. Versteht sich Ihr Haus als ein weiteres Kompetenzzentrum für den Leistungssport?

HANS GRUNER: Ganz klar sind wir auch für Leistungssportler da, aber nicht nur für sie. Uns geht es um ein umfassendes Gesundheitsangebot für viele Zielgruppen. Angefangen beim Freizeitsportler bis zum Profi, vom Firmen-Mitarbeiter bis zum Geschäftsführer. Wie der Name SPOORTH sagt, verbinden wir die Fachgebiete Sportwissenschaft, Orthopädie und Therapie. Wenn man so will, findet sich bei uns auf drei Etagen eine komplette Gesundheitsbetreuung unter einem Dach.

Für Gesundheitsdienstleistungen gibt es natürlich schon viele Einrichtungen. Aber eben ziemlich verstreut an vielen Standorten angesiedelt. Wir wollen das alles – also Diagnostik, Training, Verkauf, medizinische Leistungen, Orthopädietechnik und Vereinsbetreuung – vernetzen und hier gebündelt umsetzen.

 

Ein ziemlich großer Anspruch. Wie muss man sich das im Einzelnen vorstellen?

JAN ERDMENGER: Am besten geht man einfach mal durchs Haus. Im Erdgeschoss befindet sich das Ladengeschäft u.a. für Sportschuhe, für Sportbekleidung, für Trainingsmittel und für orthopädische Hilfsmittel. Eine integrierte Messstrecke im Fußboden ermöglicht hier einen Fuß-Check, um Parameter für den passenden Laufschuh zu ermitteln. Die gleiche Test-Strecke gibt es nochmal eine Etage höher, allerdings dient diese Bahn mit 20 Metern Länge für Fußmessungen bei höheren Lauf-Geschwindigkeiten.

Ansonsten ist die erste Etage unser Labor-Bereich – hier führen unsere Sportwissenschaftler Leistungsdiagnostiken, Haltungs- und Lauftechnikanalysen durch oder arbeiten im Rad-Labor. Letzteres dient zum Bike-Fitting, um zum Beispiel Rennräder oder Mountainbikes korrekt an den Sportler anpassen zu können und nicht umgekehrt. Das geht bis zur Bike-Selection, bei der über unseren Zugang zur Datenbank die geeigneten Fahrrad-Modelle ausgewählt werden können. Neben diesen Möglichkeiten der Labor-Diagnostik ist in dieser Etage auch eine Physiotherapie eingerichtet.

HANS GRUNER: Zum Thema Sport und Gesundheit aber gehört auch das betriebliche Gesundheitsmanagement mit all seinen Ausprägungen. Ich denke hier beispielsweise an Arbeitsplatzanalysen oder an die Organisation von Laufkursen in Unternehmen. Aktuell sind wir mit Krankenkassen über Firmen- Gesundheitstage rund um das Thema Fuß und Schuh im Gespräch. In dieser Sparte bieten sich natürlich noch weitere Kooperationen an.

 

Macht die neueröffnete SPOORTH-Filiale den etablierten Leistungssportzentren in Leipzig womöglich “Konkurrenz“?

HANS GRUNER: Leistungssportzentren sind vorrangig einer kleinen Zielgruppe vorbehalten. Insofern sehen wir uns nicht als Konkurrenz, sondern wollen diese vielfältigen Leistungen allen Interessierten zugängig machen. Trotz allem bahnen sich schon jetzt erste Kooperationen mit Leistungssportlern und Vereinen an. Denn wir verfügen über diagnostische Möglichkeiten, die es sonst nur noch am IAT, dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft gibt. Wenn ich die bisherigen Gespräche Revue passieren lasse, besteht sehr großes Interesse an langfristigen Kooperationen mit uns.  Eine bessere Anerkennung können wir uns kaum wünschen.

JAN ERDMENGER: Die Kapazitäten am IAT sind hauptsächlich den A-, B- und C-Leistungskadern vorbehalten und somit für ein komplettes Team oft unerreichbar. Wir dagegen können Vereinen ein entsprechendes Paket schnüren, egal ob bei uns in der Eisenbahnstraße oder in der Trainingshalle. Erst kürzlich bekamen wir eine Anfrage aus Jena. Hier meinte die neue Trainerin einer Frauenfußball-Mannschaft, sie wisse noch gar nicht, was ihre Mädels konditionell können und ob sie mal zu uns kommen könnten. Nun überlegen wir gemeinsam, welche Vorgehensweise am sinnvollsten und effektivsten ist.

 

Welche Rolle spielt eigentlich Sport für Ihre Arbeit?

JAN ERDMENGER: Um hier ganze Arbeit abliefern zu können, braucht es einfach sportliche Ambitionen und Erfahrungen. Hans Gruner kommt selbst aus dem Leistungssport, hat jahrelang in Leipzig und Weißenfeld Basketball gespielt, ist sportwissenschaftlich in Deutschland bestens vernetzt und als Diplom-Sportlehrer für Reha- und Behindertensport fachlich gerüstet. Ich selbst komme von der Laufschule Leipzig, bin dieses Jahr zum ersten Mal den Leipzig Marathon über die volle Distanz gelaufen. Von daher kennen wir die Denke von Sportvereinen und Leistungsportlern bestens.

 

Was empfehlen Sie jungen Leuten, wenn sie hierherkommen und in sportlichen Dingen Rat suchen?

JAN ERDMENGER: Zuerst gibt es immer ein Anamnese-Gespräch, bei dem es um den aktuellen Ist-Zustand geht. Dabei heißt es immer, lass uns die Karten auf den Tisch legen. Anhand eines Frage-Katalogs reden wir über die Motivation, den Gesundheitszustand, mögliche Beschwerden, wie viel Zeit fürs Training zur Verfügung steht, machen eine Leistungsdiagnostik, sprechen über Trainingspläne und die richtige Ausrüstung. So zeigt sich, wo wir den einzelnen Interessenten individuell abholen können.

Selbst für einen Freizeitsportler, der bereits zweimal pro Woche 10 Kilometer unterwegs ist, wäre unter Umständen ein Marathon zu früh, ratsamer ist zunächst höchstens ein Halbmarathon. Sind nämlich die Sprünge zu groß, kommt der Körper oft nicht hinterher. Die Folgen kennen viele Sportler leider selbst am besten.

Vor kurzem erzählte mir eine junge Frau, sie laufe jetzt schon regelmäßig fünf Kilometer. Sie möchte intensiver trainieren, um nächstes Jahr beim Leipzig Marathon zu starten. Das hieße aber, dem Körper zu viel zuzumuten. In dem Fall empfehlen wir eher, das Projekt lieber bis 2019 zu verlängern.

 

 Foto: Holger Brummer

(Interview: M.D.)

Vielen Dank an unseren Partner Praxenprofi für die Zusammenarbeit und die Erstellung dieses Interviews!

 

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